Aschenkindel

von Halo Summer

erschienen beim Drachenmond Verlag


„Du bist schon ein komisches Mädchen“, sagt meine gute Fee. „Jedes andere Mädchen in deiner Situation wäre überglücklich, auf so einen Ball gehen zu dürfen. Noch dazu auf einen, bei dem es sich in einen Prinzen verlieben und damit seinem Elend entkommen könnte!“ 
Tja, wo sie recht hat, hat sie recht. Ich bin ein komisches Mädchen. Und ich habe fest vor, eins zu bleiben!
Claerie Farnflee wurde vom Schicksal nicht grade verwöhnt. Erst starb ihr Vater, dann folgte der gesellschaftliche Absturz und seither wird ihr das mühselige Leben der Armut von einer bösen Stiefmutter und ihren zwei garstigen Schwestern versüßt. Ist Claerie deswegen unglücklich? Nein – jedenfalls nicht unglücklich genug, um sich jedem dahergelaufenen Prinzen an den Hals zu werfen.
So denkt sie, doch an einem düsteren Gewittertag begegnet sie im Verbotenen Wald einem Fremden und das, was sie für unmöglich gehalten hat, passiert: Ihr Schicksal nimmt einen geradezu verstörende Wendung – selbst Prinzen und Bälle spielen darin keine unbedeutende Rolle mehr …


Mit dem tollen Schreibstil der Autorin konnte ich sehr leicht in die Welt und die Geschichte von Aschenkindel aka Claerie abtauchen.
Wir lesen hier quasi die Geschichte von Aschenputtel/Cinderella, nur eben in einer magischen Welt, in der es die verschiedensten Wesen gibt und die Protagonistin sich nicht in den Prinzen verliebt, sondern in einen Kaisersohn. Und die Stiefmutter ist ja auch gar nicht so böse.

Die Protagonistin erzählt uns die ganze Geschichte und schweift besonders am Anfang viel ab. Das empfand ich Tatsache als ziemlich angenehm und hat mir Claerie etwas näher gebracht. So lernen wir auch sehr gut die Welt und das Leben dort kennen und bekommen einen sehr guten Einblick in die Gedanken von Claerie.
Auch gibt es gute und spannende Wendungen. Die Geschichte lässt sich auch einfach unglaublich schön und leicht lesen.

Die anderen Charakter sind auch ziemlich gut beschrieben und sowohl die Stiefmutter als auch die Schwestern sind oft fies, aber gar nicht so schlimm. Und die gute Fee ist schon etwas lustig und erinnert mich ein bisschen an die gute Fee, die von Helena Bonham Carter gespielt wird aus dem Cinderella Film.

Also alles in allem ist die Geschichte von Claerie sehr schön und ganz anders als die typische Geschichte und ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist auch mit seinen 213 Seiten echt nicht dick und gut für zwischendurch.

Lesespaß:5 out of 5 stars (5 / 5)
Schreibspiel:5 out of 5 stars (5 / 5)
Inhalt:5 out of 5 stars (5 / 5)
Cover:5 out of 5 stars (5 / 5)
Durchschnitt:5 out of 5 stars (5 / 5)