erschienen beim Drachenmond Verlag
„Du bist schon ein komisches Mädchen“, sagt meine gute Fee. „Jedes andere Mädchen in deiner Situation wäre überglücklich, auf so einen Ball gehen zu dürfen. Noch dazu auf einen, bei dem es sich in einen Prinzen verlieben und damit seinem Elend entkommen könnte!“
Tja, wo sie recht hat, hat sie recht. Ich bin ein komisches Mädchen. Und ich habe fest vor, eins zu bleiben!
Claerie Farnflee wurde vom Schicksal nicht grade verwöhnt. Erst starb ihr Vater, dann folgte der gesellschaftliche Absturz und seither wird ihr das mühselige Leben der Armut von einer bösen Stiefmutter und ihren zwei garstigen Schwestern versüßt. Ist Claerie deswegen unglücklich? Nein – jedenfalls nicht unglücklich genug, um sich jedem dahergelaufenen Prinzen an den Hals zu werfen.
So denkt sie, doch an einem düsteren Gewittertag begegnet sie im Verbotenen Wald einem Fremden und das, was sie für unmöglich gehalten hat, passiert: Ihr Schicksal nimmt einen geradezu verstörende Wendung – selbst Prinzen und Bälle spielen darin keine unbedeutende Rolle mehr …
Mit dem tollen Schreibstil der Autorin konnte ich sehr leicht in die Welt und die Geschichte von Aschenkindel aka Claerie abtauchen.
Wir lesen hier quasi die Geschichte von Aschenputtel/Cinderella, nur eben in einer magischen Welt, in der es die verschiedensten Wesen gibt und die Protagonistin sich nicht in den Prinzen verliebt, sondern in einen Kaisersohn. Und die Stiefmutter ist ja auch gar nicht so böse.
Die Protagonistin erzählt uns die ganze Geschichte und schweift besonders am Anfang viel ab. Das empfand ich Tatsache als ziemlich angenehm und hat mir Claerie etwas näher gebracht. So lernen wir auch sehr gut die Welt und das Leben dort kennen und bekommen einen sehr guten Einblick in die Gedanken von Claerie.
Auch gibt es gute und spannende Wendungen. Die Geschichte lässt sich auch einfach unglaublich schön und leicht lesen.
Die anderen Charakter sind auch ziemlich gut beschrieben und sowohl die Stiefmutter als auch die Schwestern sind oft fies, aber gar nicht so schlimm. Und die gute Fee ist schon etwas lustig und erinnert mich ein bisschen an die gute Fee, die von Helena Bonham Carter gespielt wird aus dem Cinderella Film.
Also alles in allem ist die Geschichte von Claerie sehr schön und ganz anders als die typische Geschichte und ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist auch mit seinen 213 Seiten echt nicht dick und gut für zwischendurch.
| Lesespaß: | (5 / 5) |
| Schreibspiel: | (5 / 5) |
| Inhalt: | (5 / 5) |
| Cover: | (5 / 5) |
| Durchschnitt: | (5 / 5) |
erschienen beim Drachenmondverlag
Es war einmal ein Mädchen ohne Geschichte und ein Dieb ohne Herz …
In einer Winternacht taucht in einem Fischerdorf die junge Malina auf. Sie hat keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit, doch die Sehnsucht nach ihrer Herkunft bleibt unvergessen. Als sie eine Einladung der Königin aus der Stadt der Masken erhält, sieht Malina ihre Chance gekommen. Doch auf dem Weg lauern viele Gefahren, denn ihr Begleiter ist der Dieb ohne Herz – und er ist nicht die einzige Märchenfigur, die Wirklichkeit wird. Auf der Suche nach der Wahrheit müssen sie hinter viele Masken blicken – auch hinter die eigenen.
In „Der Dieb ohne Herz“ begleiten wir Malina durch eine Märchenwelt, wie wir sie nicht kennen. Normale Menschen gehen normalen arbeiten nach, wobei das herstellen von Masken ein künstlerischer und gefragter Beruf ist.
Die Welt ist faszinierend, denn hinter jeder Ecke scheint eine Gefahr zu drohen, zumindest sobald man den Welt hinter dem Fischerdorf betritt, denn dort hausen Märchenfiguren, vor denen man sich fürchten sollte. Obwohl die Bewohner des Waldes eigentlich relativ umgänglich schienen.
Das viel größere Problem liegt dann eher hinter dem Wald.
Mit einem leichten und fesselndem Schreibstil ist hier eine spannende Geschichte entstanden, die mit einem ziemlich guten Aufbau und zum Glück einem Happy End überzeugen kann.
Leider gab es für mich zwischendurch Unstimmigkeiten, die dem Lesefluss gestört und mich doch etwas gestört haben. Zum Beispiel war es an einer Stelle auf einmal Nacht obwohl grade erst Tag wurde, nur damit es kurz darauf doch Tag ist, denn es waren nur Wolken. Also es stand da, dass es Tag ist und dann auf einmal Nacht und dann waren da Wolken. Also keine Ahnung. Diese Stelle hat mich ganz besonders verwirrt.
Ansonsten war das Buch gut und die Protagonistin war sympatisch. Um nicht weiter auf den Inhalt einzugehen sage ich nur, dass auch die anderen Figuren eine gute Rolle gespielt haben und sehr interessante Charaktere sind.
Eine Buchempfehlung für alle, die die Märchenwelten mögen und darüber hinaus gern in ein fantastisches Abenteuer abtauchen.
| Schreibstil: | (4,0 / 5) |
| Inhalt: | (4,0 / 5) |
| Cover: | (5,0 / 5) |
| Lesespaß: | (3,5 / 5) |
| Durchschnitt: | (4,1 / 5) |
erschienen im Carlsen – Verlag in zusammenarbeit mit Disney

Wie wurde aus der schönen Königin Schneewitchens böse Stiefmutter?
Als der König um ihre Hand bittet, willigt die wunderschöne Tochter des Spiegelmachers ein. Sie hofft, ihr Schicksal werde sich damit zum Besseren wenden. Aber wird es das…?
Dieser spannende, magische Fantasy-Roman offenbart die bislang unerzählte Geschichte von Liebe, Verlust und schwarzer Magie hinter dem weltberühmten Märchen Schneewitchen.

Nun wie fange ich am besten an?
Diese Geschichte ist emotional und zeigt, was Verlust mit einem Menschen anrichten kann, wenn er in die falsche Richtung gestoßen wird.
Im Grunde kann ich nachvollziehen, warum die Königin das getan hat was sie nun mal getan hat – dank dieser Geschichte. Denn in diesem Buch wird die Königin als eine gebrochene Frau dargestellt, die nach jahrelange Misshandlung und Verachtung ihres Vaters, den Tod ihres geliebten Ehemannes nicht verkraftet und daran zu Grunde geht.
Im Grunde wollte die Königin der Tochter ihres Königs nie etwas antun, denn tief in ihrem Herzen liebt sie sie und wird sie immer lieben. Sie ist nur ein Mensch, der mit der Trauer nicht umgehen kann und dann waren da auch wieder die drei Hexenschwestern, die Cousinen des Königs. Diese drei verrückten Frauen haben der Königin geholfen in diesen Abgrund zu geraten.
Die Geschichte der Königin ist unglaublich gut erzählt. Leider hat dieses Buch als einzige Verbindung zu den anderen „Disneys Villains“ Büchern lediglich die drei Schwestern. Ansonsten ist es fast mehr eine Geschichte als die anderen zwei Bücher, denn hier geht es ausschließlich um die Königin. Es gibt keine Perspektivwechsel, sondern nur die Geschichte der Königin und deren Gefühls- und Gemütszustand.
Tatsache habe ich im nachhinein feststellen müssen, dass dies der erste Band der Reihe ist und ich ihn bis her als letztes gelesen hab. Tja ich würde mal sagen, dass das doof gelaufen ist. Allerdings ist das nicht so schlimm, da sowohl dieses Buch als auch die anderen beiden in sich abgeschlossene Geschichten sind. So erklärt sich nun auch, weshalb es noch keine weiteren Verknüpfungen zu den anderen Geschichten gibt.
Egal in welcher Reihenfolge ihr die Bücher lest, dieses hier ist wirklich sehr gut. Sowohl der Schreibstil, als auch die Geschichte können überzeugen und für die Disney-Fans unter euch ist dieses Buch eine klare Empfehlung.
| Schreibstil: | (5 / 5) |
| Inhalt: | (5 / 5) |
| Cover: | (5 / 5) |
| Lesespaß: | (5 / 5) |
| Durchschnitt: | (5 / 5) |
erschienen beim Carlsen – Verlag zusammen mit Disney

Wie wurde Arielles Tante so rachsüchtig und einsam?
Die Geschichte der Meereskönigstochter Arielle ist ein berühmtes Märchen über Verlieren, Wiederfinden und Aufbegehren. Die Rebellion gegen die Welt ihres Vaters kostet die kleine Meerjungfrau ihre Stimme und fast ihre Seele. Aber am Ende überwiegt die Kraft des Guten.
Doch was ist mit Arielles Erzrivalin Ursula, der Seehexe? Wie wurde sie so grausam, höhnisch und hasserfüllt? Was trieb sie zu ihrer Besessenheit, Aielle zu vernichten?
Dieser Fantasy -Roman voller Magie, Spannung, Hass und Liebe deckt auf, warum aus der Seehexe Ursula eine rachsüchtige und zutiefst einsame Kreatur de Meeres wurde.

Die Geschichte der Seehexe ist eigentlich ziemlich traurig. Ohne viel zu erzählen hat der Bruder von Ursula, wir kennen ihn als Triton, Vater von Arielle, eine beträchtliche mitschuld an dem ganzen. Er scheint ziemlich oberflächlich und kann auch am Ende seinen Hass nicht überwinden. Immerhin Hasst er Menschen und seine jüngste Tochter wird einer.
Die Taten von Triton zeigen schon mal ziemlich deutlich, dass man nicht oberflächlich sein darf und seine Denkweise auch mal überdenken sollte, egal wie schwer es einem fällt.
Nun zu Ursula. Im Prinzip ist sie eine gebrochene Seele, aber sie schämt sich nicht dafür andere für ihre Zwecke auszunutzen und zu hintergehen. Dahingegen sind die drei Hexenschwestern nur darauf bedacht, ihre Familie zusammen zu halten auch wenn sie nicht besonders viel Einfühlungsvermögen oder andere Gefühle wie Liebe haben.
Die Verknüpfungen zu „Das Biest in ihm“ sind sehr deutlich. Man könnte dieses Buch auch ohne das eben genannte lesen, aber es macht einiges viel mehr Sinn, wenn man es gelesen hat. Auch die Verbindungen zu den anderen Disney – Märchen wird noch deutlich hergestellt. Dieses Mal wird die dunkle Fee erwähnt und eine andere Hexe aus vergessenen Zeiten taucht unerwartet und an unerwarteter Stelle auf. Auch wird die ganze Zeit von der alten Königin gesprochen.
Ich bin schon sehr gespannt wie es im nächsten Buch „Die Schönste im ganzen Land“ weiter geht. Zumal eben jenes Buch deutlich mehr Seiten hat als die vorhergehenden.
Auf den grade mal 194 Seiten hat die Autorin mit einem sehr guten Stil geschrieben. Es war auch nicht so verwirrend wie das erste Buch („Das Biest in ihm„) und trotz der wenigen Seiten und Worte, konnte es mich in seinen Bann ziehen und die Geschichte ist komplett erzähl ohne Lücken und mit dem Fazit, dass ich so einige Fragen im Kopf habe, die hoffentlich im nächsten Buch erklärt werden. So hat die Autorin es geschafft, die Spannung zu halten um sie ins nächste Buch mitzunehmen.
Für Disney Fans eine ganz klare Empfehlung. Auch für alle anderen ein super Buch. Man muss die Geschichte der Filme nicht so zwingend kennen, da alles relevante im Buch erzählt wird.
Viel Spaß beim lesen.
| Lesespaß: | (4,5 / 5) |
| Inhalt: | (5,0 / 5) |
| Schreibstil: | (5,0 / 5) |
| Cover: | (4,5 / 5) |
| Durchschnitt: | (4,8 / 5) |

Wie wurde aus dem schönen Prinzen das grauenerregende Monster?
Das Märchen von der Schönen und dem Biest kennen alle. Warum aber wurde der einst beliebte Prinz zu dem einsamen und gewalttätigen Biest, das jeder fürchtet?
Dieser Fantays – Roman erzählt das Märchen erstmals aus der Sicht des Prinzen, desen Leben voller Gold und Privilegien ihn verdibt, wofür er einen grausamen Preis zahlt, der ihn zu tiefster Einsamkeit und bitterer Trauer verdammt.
Ein spannender, psychologisch einfühlsamer Roman über Eitelkeit, Schönheit, Hass und – natürlich – Liebe.

Als ich das erste Mal von diesem Buch gehört bzw es gesehen habe, habe ich gleich gewusst: das will ich lesen. Und ja, es ist lesenswert.
Nicht nur, dass man einen Einblick hinter die Fassade des Biestes bekommt, der Tief im Herzen ein Prinz ist, dem die falschen Werte des Lebens und der Liebe beigebracht wurden. Es wird eine eine Verbindung zur gesammten Märchenwelt hergestellt. Die Geschichte beschränkt sich nicht nur auf das Schloss als Ort und auf die Gedanken des Prinzen/des Biestes als Handlung. Es geht noch so viel weiter über dies hinaus.
Am Anfang fand ich es etwas verwirrend und befremdlich. Statt einer Hexe, die den Prinzen verflucht hat, waren da auf einmal noch drei weitere, die im laufe der Geschichte ihre Finger auf nicht raushalten konnten. Schließlich hat der Prinz ihre jüngere Schwester verletzt und deshalb darf er nicht ungestraft bleiben. Egal wer sonst noch dabei zu schaden kommt.
Auch der Schreibstil war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber im Grunde lässt sich die Geschichte sehr gut lesen, wenn man sich daran gewöhnt hat und verstanden hat, wie die Erzählung aufgebaut ist.
Eine top Empfehlung von mir an alle Disney – Fans.
| Lesespaß: | (5,0 / 5) |
| Inhalt: | (5,0 / 5) |
| Cover: | (4,5 / 5) |
| Schreibstil: | (4,0 / 5) |
| Durchschnitt: | (4,6 / 5) |
Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist die Herrscherin in diesem Land?
Jene Frage beschäftigt nicht nur Kristin Collins, deren Leben völlig auf dem Kopf gestellt wird, als sie das dunkle Geheimnis ihrer Existenz aufdeckt; auch die Wesen der Märchenwelt Abalion sind von den Verschiebung der Mächte betroffen.
Kristin und Ash müssen über dunkle Pfade wandeln und sich dem Fluch stellen, der sich auf Ashs Haut ausbreitet. Nur wenn sie zwischen den Zeilen lesen, können sie dem Geheimnis der Masali auf die Spur kommen. Ein Wettlauf um die Vorherrschaft in Abalion entbrennt – und er macht nicht vor der realen Welt halt.
Was für ein unglaublich toller zweiter und letzter Teil.
Am Ende des ersten Bandes kam ja schon eine unglaubliche Wahrheit ans Licht, aber in diesem zweiten Teil kamen von Anfang an so viele Fakten aufeinander, die alles Mögliche erklären. Davon bin ich ganz durcheinander gekommen, aber was da alles ans Licht kommt ist einfach der Hammer. Allerdings hatte ich ständig das Gefühl, als ob die Geschichte gleich zu Ende ist, weil es alles aufgeklärt schien.
Neben diesen ganzen Enthüllungen gab es einiges an Aktion und auch Emotionen standen nicht in der letzten Reihe. Auch der Humor war gut vertreten und es gibt auch die eine oder andere Anspielung auf Filme und ähnliches (z.B. Marvel). Wenn ihr es lest wisst ihr was ich meine.
Toll fand ich wieder, dass aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Ash und Kris erzählen aus ihrer Sicht und andere erzählen eher aus der personalen Perspektive. Diese wechselnde Erzählung macht die Geschehnisse noch etwas interessanter und aufschlussreicher.
Der Schreibstil von der Autorin ist wieder super. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich das Buch in zweit Tagen durchlesen können.
Über das Cover muss ich nicht viel sagen. Es ist einfach perfekt. Auch die Innengestalltung ist super geworden. Es gibt wieder Bilder der Figuren und auch eine Karte.
Viel mehr kann ich zu diesem Buch gar nicht sagen. Es ist einfach wirklich gut. Wer den ersten Teil gelesen hat muss den zweiten auch lesen. Und wer noch keinen gelesen hat sollte dringend damit anfangen, sofern ihr Abenteuer, Märchen, Überraschungen und Fantasie mögt/liebt. Denn vor allem ohne Fantasie würde dieses Buch überhaupt nicht funktionieren. Fantasie ist sozusagen lebenswichtig.
| Lesespaß: | (5 / 5) |
| Inhalt: | (5 / 5) |
| Schreibstil: | (5 / 5) |
| Design: | (5 / 5) |
| Durchschnitt: | (5 / 5) |
Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Kristin Collins steht vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Ihr Bruder Brayden holt sie in seine Special Task Force, die Jagd auf den sogenannten Grimm mäht – ein wolfsartiges Wesen, das durch die Märchen der Brüder Grimm in die Welt der Menschen dringt und jeden mit Wahnvorstellungen verflucht, der über ihn liest.
Je tiefer Kris in die Märchen abtaucht, desto mehr verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Fantasie. Schließlich weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann – und wer selbst Teil des Fluches geworden ist.
Ein abenteuerliches, spannendes und teilweise etwas gruseliges Buch mit vielen Wendungen besonders am Ende.
Wir fangen mal ganz vorne an. Man bekommt einen Einblick in die Welt der Märchen und der Fantasie. Eine tolle Idee die Fantasie magisch zu machen und die Märchen in einer anderen Dimension zum leben zu erwecken. Und das durch eine Gruppe von nahezu unsterblichen Menschen in einem Kloster, welche die Masali genannt werden. Sie erschaffen die Märchen und Geschichten, welche von der Wächterin der Fantasie entweder aufgenommen oder abgelehnt werden. Sie wird Moon genannt und bezieht ihre Kraft vom Mond.
Nebenbei wird ein Zusammenhang zur heutigen Wirklichkeit aufgebaut. In einzelnen Kapiteln wird dem Leser Kris vorgestellt. Eine junge Frau, die noch nicht weiß, wo es sie im Leben hinbringen wird. Sie hat eine erstaunliche Gabe. Sie kann zwischen den Zeilen lesen. Das heißt, sie kann die Wahrheit hinter dem geschrieben Wort erkennen. Sie bekommt, wenn sie es zulässt und manchmal auch unerwartet, eine Art Visionen die Wahrheit sehen kann. Zum Beispiel hat sie in einer Textnachricht gesehen, dass ihr Freund sie mit seiner Ex-Freundin betrogen hat, genau in dem Moment in dem er ihr geschrieben hat, dass er sie liebt.
Und dann erlebt man mit einer Figur kleine Abenteuer in Abalion, der Dimension der Märchen und Geschichten. Er heißt Ash. Er gibt dem Leser einen Einblick in die schönen und zugleich brutalen Seiten der Fantasiewelt.
Ash und Kris treffen auch irgendwann durch Zufall oder vielleicht auch durch Schicksal aufeinander. Kris reist in ihren Visionen in die Märchenwelt wo sie auf Ash trifft und ihn das ein oder andere Mal in Gefahr bringt so wie sich selbst auch.
Inhaltlich möchte ich nur noch sagen, dass im Laufe der Geschichte viele Verbindungen geknüpft und erklärt werden. Es gibt einige Wendungen auf die man entweder hofft oder mit denen man nicht so ganz gerechnet hat. Ganz besonders schockierend ist des Ende bzw das letzte Kapitel des Buches. Es erklärt zwar noch einige Dinge und lässt andere Sachen einen Sinn ergeben, aber es eröffnet auch Sachen mit denen niemand bzw ich niemals gerechnet hätte.
Es ist unglaublich Spannend bis zum Schluss und die Seiten fließen nur dahin, egal wie viel Zeit man sich lässt. Das lässt darauf schließen, dass ich den Schreibstil einfach unglaublich toll finde.
Was auch zu diesem tollen Lesefluss beiträgt sind die verschiedenen Perspektiven. In den Kapiteln von Ash und Kris wird in der Ich-Perspektive erzählt. Das heißt wir wissen ganz genau was die beiden jeweils denken, fühlen und tun. In den Kapiteln in denen es um die Masali geht, egal um welche der Figuren es sich handelt, wird aus der Er-/Sie- Perspektive erzählt. Das heißt dort ist man nicht die Person die gerade handelt sondern steht praktisch neben ihr, hört aber manchmal die Gedanken ebendieser.
Diese Kombination der Erzählperspektiven finde ich sehr interessant und habe sie bis jetzt noch nicht bewusst in einem anderem Buch erlebt. Ich finde es toll, dass Nicole Böhm ebendiese Kombination mal ausprobiert hat. Bis jetzt kannte ich sie noch nicht, möchte aber sehr gerne weitere Bücher von ihr lesen, da mich ihr Schreibstil in diesem Buch wirklich überzeugt hat.
Der zweite Band soll auch bald erscheinen, soweit wie ich das mitbekommen habe. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte von Kris, Ash und den Masali weiter geht und ob Kris es schafft, hinter all das zu blicken und das Böse zu stoppen.
| Schreibstil: | (5 / 5) |
| Lesespaß: | (5 / 5) |
| Inhalt: | (5 / 5) |
| Durchschnitt: | (5 / 5) |
Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen all die Lügen an, die Wilhelm und Jacob in die Welt gesetzt haben. Dies ist kein Märchen sondern eine wahre Geschichte. Es heißt, die Bösen werde bestraft und die Guten leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das Leben ist aber nicht schwarz-weiß und gewiss nicht glücklich. Rot ist die Farbe, die über das Schicksal bestimmen wird. Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu unterscheiden, am wenigsten, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen.
Der Auftakt zu dieser Buch-Serie ist ziemlich spannend. Diese Idee zeigt, dass die Märchen, wie sie uns heute erzählt werden, früher ganz anders erzählt wurden und so auch überhaupt nicht funktionieren würden. Natürlich ist es gut, wenn man den Kindern keine Gruselgeschichten zum Schlafen erzählt, sondern etwas spannendes und schönes, aber letztendlich kann es nie so gewesen sein, wie es in den Neufassungen geschrieben steht.
Ich würde sehr gerne die erste Originalfassung der Grimm Märchen mal lesen. Bevor sie überarbeitet wurden. Das ist bestimmt unglaublich spannend.
Also in diesem Buch geht es, dem Titel folgend, auch um Märchen. Allerdings sind die wohl ein wenig anders, als wir sie bisher kennen. Das ganze hat einen Bezug zur heutigen Zeit. Es geht irgendwie um Schneewittchen und sie soll den Untergang der Welt bedeuten. Es wurde ein Junge aus Berlin in die ganze Sache mit hineingezogen. Es scheint ganz so als ob dieser Junge eine Reinkarnation von Wilhelm Grimm ist. Oder zumindest irgendwie mit ihm verwandt zu sein scheint. Schließlich heißt er selber auch Wilhelm und sein Vater, welcher leider in der geschlossenen, psychiatrischen Einrichtung der Charité sitzt, redet auch die ganze Zeit von den Grimm-Märchen und will das diese richtig erzählt werden.
Will und seine zwei besten Freunde Joe und Maggy begeben sich auf ein seltsames Abenteuer, welches ihnen selbst sehr suspekt und unrealistisch vorkommt. Sie wollten das auch eigentlich nicht unbedingt machen.
In diesem Buch passiert ihnen noch nicht sehr viel, außer das sie von zu Hause weg sind und in der Stadt Königswinter landen. Nur dort ist niemand.
Nebenbei erzählt eine Mary von ihrer Geschichte, ihrer Liebe und ihrem Leben. Sie muss die Mutter von Schneewittchen sein. Das vermute ich zumindest.
Nun ja. Mehr passiert in diesem Buch noch nicht. Es besteht ja auch nur aus wenigen Seiten und ist der erste Teil einer sich fortsetzenden Reihe. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
Was mir allerdings etwas negativ aufgefallen ist, sind einige Fehler. Es gibt ein paar kleine Tippfehler oder es hat mal ein Punkt oder Komma gefehlt. Da hat wohl das Lektorat nicht so sorgfältig gearbeitet. Das hat das Lesevergnügen leider ein wenig gedämpft.
Trotzdem finde ich die inhaltlichen Aspekte sehr interessant.
Mal was anderes ist auch die Schreibform. Die Erzählung von den drei Freunden ist aus der auktorialen Erzählperspektive und erzählt von allen etwas und nicht nur von einer Person. Die Erzählung von Mary ist aus der Ich-Perspektive und beschreibt nur was sie fühlt, denkt und macht.
| Lesespaße: | (3,0 / 5) |
| Inhalt: | (4,0 / 5) |
| Schreibstil: | (4,5 / 5) |
| Durchschnitt: | (3,8 / 5) |